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IPSC Regelwerkänderungen mit Wirkung vom 01. Januar 2010

IPSC Regelwerkänderungen mit Wirkung vom 01. Januar 2010
(offiziell genannt: IPSC Rules, Jan 2009, 2nd Edition)

(1) Es wird ein kleineres Papierziel, zunächst nur für IPSC Kurzwaffe eingeführt: das IPSC Mini Target.

(1.1) Die derzeit im neuen IPSC Regelwerk veröffentlichten Scheibendimensionen sind – bezogen auf die ursprüngliche Idee eines 2/3-Targets – unglücklich gerundet worden. Der IPSC-Präsident prüft derzeit, ob die Dimensionen präzisiert werden müssen.
Die in Deutschland und Österreich derzeit bereits vorhandenen 2/3-Scheiben können aber – zumindest übergangsweise – benutzt werden.

(1.2) Das IPSC Mini Target darf niemals mit dem (großen) IPSC Target in derselben Stage benutzt werden, es kann aber mit Metallzielen jeder Größe kombiniert werden

(2) Die PRODUCTION DIVISION-Regeln sind von Änderungen im
APPENDIX D4 (Punkte 8, 9, 19.2 und 20.1) betroffen.
Die Wichtigste Passage dabei lautet:
19.2 dem Teilnehmer während der Übung (Course of Fire) zugängliche Magazine dürfen beim Startsignal nicht mehr als 15 Patronen enthalten.

Wegen der aktuell regen Nachfrage hier einige grundlegende Antworten:

(2.1) Mit der Änderung bekommt der Schütze die freie Wahl des Magazins (Original oder Fremdhersteller (=Aftermarket)).
Aber: Keines der während der Übung zugänglichen Magazine darf beim Startsignal mehr als 15 Patronen enthalten.

(2.2) JA, das Vorlademagazin darf natürlich (da das Laden vor dem Startsignal erfolgt) 16 (oder mehr) Patronen enthalten, da mit geladenem Patronenlager (und 15 Schuss im Magazin) gestartet werden kann.
Bei Starts mit leerem Patronenlager entfällt diese Möglichkeit!

(2.3) JA, jedes benutzte Magazin darf jede Magazinkapazität und jede Länge haben, +N-Basepads und Gummi-/Plastikböden (keine gewichtserhöhenden Böden, z.B. aus Edelstahl oder Blei !) sind erlaubt, jeglicher Follower und jede Art von Feder darf benutzt werden. Es geht einzig und allein um die konkret beim Startsignal geladene Patronenmenge (= 15) !!!

(2.4) JA, man darf kleine, zusätzliche Sichtlöcher im Magazinkörper anbringen (bohren), um die korrekte 15-Patronenladung besser überprüfen zu können.

(2.4) JA, man darf einen Plastik- oder Holzpflock (KEIN Metall = Zusatzgewicht !) als “15-Schuss-Begrenzer” ins Magazin setzen.

(2.5) JA, die ROs sind (im Rahmen ihrer zeitlichen Möglichkeiten) angehalten und autorisiert, den Ladestand der Magazine zu überprüfen. Finden sie bei der Überprüfung vor dem Startsignal ein höher geladenes Magazin, erhält der Schütze lediglich die Aufforderung, die überzählige(n) Patrone(n) zu entnehmen. Das Vorkommnis wird im Equipment-Sheet festgehalten. Wiederholte “Überladung” von Magazinen kann u.U. als “Unsportsmanlike Conduct” (10.6) ausgelegt werden!

(2.6) JA, wenn jemand unbedingt komisch aussehen will, darf er z.B. 33-Schussmagazine in der GLOCK 26 benutzen. Die 170mm Maximallänge gilt nur in der OPEN Division, die Box nur in Standard und Modified.

(2.7) Wenn der RO feststellt, dass in einem der während der Übung für den Schützen zugänglichen Magazinen beim Startsignal mehr als 15 Patronen geladen sind/waren, wird der Schütze in die Open Division versetzt (und muss sich dann allerdings an die 170mm-Regel halten).
Das gilt auch für den Fall, dass das illegale Magazin nachweislich gar nicht benutzt wurde.

(2.8) Um das zu präzisieren (und solche Fragen werden dauernd gestellt !!!): JA, man darf während der Übung ein mit 15 Patronen geladenes Magazin mit Patronen aus einem anderen (15 Patronen enthaltenen) Magazin nachladen. Das ist angesichts der dabei verstreichenden Zeit sicher eine interessante Matchtaktik.

(2.9) Nach wie vor dürfen Magazine nicht durch handwerkliche Maßnahmen (außer s. 2.4 oben) verändert werden (z.B. Gewichtsreduzierung durch Ausfräsen, Gewichtserhöhung durch z.B. Metalleinlagen/Auflagen)

Jürgen Tegge Dezember 2009